1945, Deutschland
Der US-Geheimdienst CIC baut aus Spezialisten der SS und Nazi-Kollaborateuren eine Soeldnerarmee von 35.000 Mann für den Guerillaeinsatz gegen die Sowjetunion auf.
Erstmals kommen sie in den Karpaten zum Einsatz, wo sie ebenso erfolglos bleiben wie die 1200 Mann, die zu Beginn des Koreakrieges 1950 in der Sowjetunion abgesetzt werden, um durch Sabotageakte eine "Volkserhebung" zu initiieren. Die CIC übernimmt die Nazi-Spionagabteilung "Fremde Heere Ost" als "Organisation Gehlen" und beginnt mit ihrer Hilfe eine zielgenaue Sabotage- und Destabilisierungsstrategie in Osteuropa. Die "Organisation Gehlen" wird spaeter als "BND Bundesnachrichtendienst" der offizielle Geheimdienst der Bundesrepublik Deutschland.
1945/49, China
Im chinesischen Buergerkrieg greifen die USA auf der Seite Chiang Kai-sheks gegen die Kommunisten ein. Dazu setzen sie japanische Soldaten ein, die sie nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gefangen genommen haben.
1945/53, Philippinen
Gegen die linksgerichteten Huks gehen US-Truppen schon zu der Zeit vor, als die philippinischen Widerstandskaempfer noch gegen die japanischen Invasoren kaempfen. Nach dem Krieg werden die Huks brutal niedergeschlagen. Die USA setzen eine Reihe von Marionetten ein, schließlich machen sie Ferdinand Marcos zum starken Mann
1946/49, Griechenland
Zusammen mit britischen Truppen sorgen US-Einheiten und US-Waffen im "griechischen Buergerkrieg" fuer die Niederlage der Widerstandsbewegung, die im Kampf gegen die deutsche Besatzung die Hauptlast getragen hatte. Die CIA baut die beruechtigte interne Sicherheitspolizei KYP auf.
1950, USA
Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) legt unter dem Aktenzeichen NSC 68 eine neue Sicherheitsstrategie vor, wonach revolutionaere Veraenderungen in der Welt nicht auf binnengesellschaftliche Ursachen, sondern auf den "Sowjetimperialismus" zurueckzuführen seien. Auf der Grundlage von NSC 68 stationieren die USA ueber eine Million Soldaten auf 675 Militaerbasen in Uebersee. Bis 1975 kommt es weltweit zu 215 militaerischen Interventionen der USA.
1950, Puerto Rico
US-Kommandotruppen schlagen eine Rebellion für die nationale Unabhaengigkeit nieder.
1950/53, Korea
Im Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordkorea und Suedkorea initervenieren die USA auf der Seite des Suedens. Die US-Luftwaffe zerstoert fast 120.000 Einrichtungen in Nordkorea. Der Sprengstoffeinsatz der USA entspricht fast der Haelfte aller von den USA im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. In Suedkorea kommen über 500.000, in Nordkorea über zwei Millionen Menschen ums Leben.
1953, Iran
Die gewaehlte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-lranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestaetigt. Zwei Wochen spaeter fuehrt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Oelfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurueck und liquidieren die iranische Demokratie.
1954, Guatemala
Die CIA organisiert den Putsch gegen die rechtmaessige Regierung Arbenz in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die US-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. Unter der von der CIA ins Amt gehievten Militaerdiktatur werden 140.000 Indios umgebracht oder verschwinden spurlos.
1956, Aegypten
US-Regierung und CIA wollen die Herrschaft von Praesident Nasser destabilisieren, der sich zu einem der Fuehrer der blockfreien Laender aufgeschwungen hat. Im Juli 1956 ziehen die USA ihre Anleihe für den Assuan-Staudamm zurueck, das zentrale Projekt zur Entwicklung der aegyptischen Landwirtschaft. Daraufhin kuendigt Nasser die Verstaatlichung des Suezkanals an, um selbst über die Gebuehren zu verfuegen. England, Frankreich und Israel greifen Aegypten in konzertierten Militaeraktionen an. Im Gefolge der "Suez-Krise" uebernehmen die USA die Rolle der Nummer eins im Nahen Osten, die bis dahin England gespielt hatte.
1961, Kuba
Am 1.1.1959 hat sich die von Fidel Castro gefuehrte Revolution gegen den Diktator Batista endgueltig durchgesetzt. Als die Revolution ihr Versprechen wahrmachen und den Großgrundbesitz reduzieren will, wird Kuba von den USA mit einem Embargo und vielfaeltigen Sabotageaktionen ueberzogen. Im März 1960 wird der franzoesische Frachter "Coubre" im Hafen von Havanna von CIA-Agenten in die Luft gesprengt; 81 Menschen kommen ums Leben, über 300 werden verwundet. In Guatemala trainiert die CIA eine Soeldnerarmee, die im April 1961 die Invasion in der Schweinebucht im Osten Kubas unternimmt. Als die Invasion scheitert, gehen die USA zu einer scharfen Blockadepolitik ueber, die Kuba nach dem Wegfall der sozialistischen Laender in akute Versorgungsnot bringt.
1961, Kongo/Zaire
CIA-Soeldner ermorden den ersten nachkolonialen Praesidenten Lumumba, der eine antiimperialistische Position bezogen hatte; die Soeldnertruppen uebernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Praesident von Gnaden der USA, der, ein Jahrzehnte waehrendes, Schreckensregiment errichtet.
1962, Laos
Obwohl das Genfer Abkommen die Anwesenheit auslaendischer Truppen in Laos verbietet, baut die CIA im Auftrag der Kennedy-Regierung eine geheime Armee, "Lao Armee Clandestine", auf, die auch in Vietnam eingreift. Ihr gehören 35.000 Angehoerige der opiumanbauenden Bergstaemme an. Die Kosten der Armee werden zum Teil aus den Profiten des Drogengeschaefts finanziert.
1963-1975, Vietnam, Laos und Kambodscha
Im Genfer Indochina-Abkommen wird 1954 festgelegt, dass sich die Truppen der Demokratischen Republik Vietnam zunaechst auf den Norden des Landes, die Truppen Frankreichs auf den Sueden zurueckziehen sollen. Die Schlussbemerkung des Abkommens sieht die Vereinigung des Landes vor. Die USA erkennen diese Schlusserklaerung nicht an. In Suedvietnam setzen sie ihnen genehme, Militaerdiktatoren ein, 1964 inszenieren sie den "Zwischenfall in der Tonkinbucht" in der Naehe der nordvietnamesischen Hauptstadt und bombardieren seit 1965 Nordvietnam. Insgesamt kaempfen in Vietnam 2,6 Millionen US-Soldaten. Die Sprengkraft ihrer Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das Dreifache. Flaechenbombardements mit Napalm und Chemiewaffen hinterlassen weite Gebiete von verbrannter und verseuchter Erde.
In Vietnam kommen drei Millionen Menschen zu Tode, eine halbe Million werden verkrueppelt. 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück.
1963-1990, Südafrika
Mit ihren Aufklaerungssystemen unterstuetzt die CIA die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems. 120.000 Anhaenger des ANC werden getoetet. Auch die Festnahme von Nelson Mandela wird von der CIA organisiert.
1964, Brasilien
Der 1961 gewaehlte Praesident Joao Goulart setzt vorsichtige soziale Reformen in Gang. Als er Hoechstgrenzen für den Abfluss von Profiten ins Ausland erlaesst und eine Tochter des US-Konzerns ITT verstaatlicht, organisiert die CIA einen Putsch und verhilft einer Militaerjunta zur Macht, die alle Sozialreformen rueckgaengig macht und die diplomatischen Beziehungen zu Kuba abbricht.
1965, Dominikanische Republik
Der 1963 demokratisch gewaehlte Praesident Juan Bosch wird wegen seiner sozialreformerischen Plaene vom Militaer weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rueckkehr fordert, schicken die USA 23.000 Mann auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.
1965, Indonesien
Gegen den antiimperialistischen Kurs von Praesident Sukarno bringt die CIA die von ihr kontrollierte Armee in Stellung. Als die linke "Volksfront", die staerkste Stuetze des Praesidenten, versucht, die Armeefuehrung zu entmachten, kommt es zum lange geplanten "Gegenschlag". Hunderttausende Anhaenger Sukarnos werden ermordet. An die Stelle Sukarnos tritt Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons.
1967, Griechenland
Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die CIA den "Obristenputsch" gegen die demokratische Regierung Papandreou. Allein im ersten Monat danach kommen 8.000 Menschen zu Tode. Es beginnt eine siebenjaehrige faschistische Herrschaft.
1967, Bolivien
Die CIA dirigiert den Kampf der bolivianischen Armee gegen die aufstaendische Guerilla und auch die Festnahme der Gruppe von Che Guevara, der ermordet wird.
1970-1973, Chile
1970 erhaelt der Kandidat der "Unidad Populär", Salvador Allende, bei den Praesidentschaftswahlen die Mehrheit. Als der Chef der chilenischen Armee, Rene Schneider, sich dem Draengen der USA widersetzt, einen Militaerputsch durchzufuehren, wird er von einem von der CIA organisierten Kommando ermordet. Nach dreijaehrigen Sabotage- und Destabilisierungsaktivitaeten fuehrt der Nachfolger Schneiders, General Pinochet, den CIA-Putsch durch. Praesident Allende wird ermordet, das Fußballstadion in Santiago wird zum Gefangenenlager für Zehntausende Anhaenger des demokratischen Praesidenten. Tausende Aktivisten linker Parteien und Gewerkschaften werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. US-Außenminister Kissinger kommentiert das Vorgehen seiner Regierung so: "Ich sehe nicht ein, daß wir zulassen sollten, daß ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevoelkerung unzurechnungsfaehig ist."
1972, Honduras
Nach direkten Interventionen der USA und Militaerputschen 1972, 1975 und 1978 oktroyieren die USA eine Verfassunggebende Versammlung, zu deren Wahl Christdemokraten, Sozialisten und Kommunisten nicht zugelassen sind.
1974, Zypern
Zusammen mit der faschistischen griechischen Junta organisieren die CIA und das US-Aussenministerium einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Praesidenten des Inselstaates, Erzbischof Makarios. Der Praesident kann dem Attentat entkommen. Als die Demokraten in Athen die Obristenjunta verjagen, wechselt US-Außenminister Kissinger auf die Seite der Tuerkei, die Zypern ueberfallen hat. Tausende werden getoetet, 200.000 Menschen verlieren ihre Heimat.
1975, Osttimor
Die USA weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik (vorher eine Kolonie Portugals) anzuerkennen und unterstuetzen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto-Regime, das selbst wirtschaftlich und militaerisch von den USA ausgehalten wird. In den anschließenden Massakern werden 200.000 Timoresen getoetet.
1976, Argentinien
Unter Anleitung der CIA findet ein Militaerputsch gegen die zivile Regierung statt. Todesschwadronen im Auftrag des Videla-Regimes terrorisieren das Land. Tausende werden ermordet oder verschwinden fuer immer. Die CIA baut Buenos Aires zu ihrer Zentrale aus, von wo sie Mordkommandos gegen missliebige Personen und Gruppen in ganz Lateinamerika entsendet.
1976/82, Angola
Die USA unterstuetzen mit Waffen und Spezialkommandos die auch vom rassistischen Suedafrika ausgeruesteten Rebellen gegen die Regierung der nationalen Befreiung. Das Land versinkt in einem selbstzerstoererischen Buergerkrieg.
1980-1988, Iran/Irak
1979 muss im Iran der US-Statthalter Shah Reza Palewi dem Shiitenfuehrer Ayatolla Chomeini Platz machen. US-Praesident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: "Ein Versuch einer dritten Macht, Einflussnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschliesslich militaerischer Gewalt, zurueckgeschlagen." Die USA ruesten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus. Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklaerungsmaterial von Satelliten und Awacs-Flugzeugen unterstuetzt. In dem achtjaehrigen Krieg kommen Hunderttausende ums Leben, unter anderem durch den Einsatz von Giftgas.
Durch die militaerische Unterstuetzung der USA wird der Irak zur regionalen militaerischen Grossmacht. Gleichzeitig unterstuetzen die USA den Iran mit dem Ziel, dass die beiden Laender sich gegenseitig mattsetzen. Ueber Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert.
1980-1990, Afghanistan
Die CIA heuert aus allen arabischen Laendern Aktivisten des islamischen Fundamentalismus an, um sie als "Heilige Krieger" gegen die von den Sowjets gestuetzte Regierung in Afghanistan einzusetzen.
Zu den von der CIA ausgebildeten Terroristen gehoert auch Bin Laden, dessen Organisation "Al-Qaida - Die Basis" unter der Aegide der CIA entsteht.
1981/85, Nicaragua
Aus dem Waffengeschaeft mit dem Iran finanziert die US-Regierung den Aufbau und Unterhalt einer Soeldnertruppe in Nicaragua, die sich vor allem aus Soldaten und Offizieren der Armee des frueheren Diktators Somoza zusammensetzt. Dieser Einsatz von mehreren tausend "Contras" widerspricht einer ausdruecklichen Festlegung des US-Kongresses.
1981/92, El Salvador
Die FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Marti) wird zur bestimmenden Kraft gegen die von den USA eingesetzte Regierung. Der CIA-Agent Roberto d'Aubuisson gruendet die ARENA, deren Todesschwadronen Tausende Regimegegner umbringen, darunter den Erzbischof Oscar Romero. Auch nach dem Friedensschluss 1992 setzt die ARENA ihre Mordaktionen fort, was von den UNO mehrfach verurteilt wird.
1982/84, Libanon
Unter Einsatz von Kriegsschiffen und -flugzeugen sowie ihrer Marines an Land vertreiben die US-Truppen die PLO und installieren die Phalangisten als dominierende Macht. Das Marinekorps in Beirut wird angegriffen, woraufhin die US-Navy das Land von See aus unter Beschuss nimmt.
1983, Grenada
Die USA ueberfallen das kleine mittelamerikanische Land, liquidieren die marxistische Regierung und setzen ein ihnen genehmes Regime ein. Ueber vierhundert Grenadanier und 84 Kubaner, vor allem Bauarbeiter, werden umgebracht.
1986, Libyen
In seiner Nationalen Sicherheitsdirektive Nr. 138 erklärt Praesident Reagan 1984 den Kampf gegen staatlich gefoerderten Terrorismus zum vorrangigen Ziel. Zwei Jahre spaeter wird Libyen zum ersten Testfall der neuen Doktrin. Die Bombardierungen fordern mindestens 40 zivile Opfer, darunter die Tochter von Staatschef Ghaddafi.
1986, Haiti
Nachdem der US-Vasall "Baby Doc" Duvalier nicht mehr zu halten ist, installieren die USA eine Militaerjunta.
1986, Bolivien
US-Armee-Einheiten kontrollieren weite Teile des Landes, angeblich um den Kokainanbau und -handel zu bekaempfen.
1989/90, Panama
Ein Bombardement zerstoert grosse Teile von Panama City. 27.000 US-Soldaten uebernehmen die Kontrolle und verhaften die Regierung Noriega, dem Drogenhandel vorgeworfen wird. Ein Verbrechen, das der Expraesident jahrelang mit Wissen und zum grossen Teil im Auftrag der CIA begangen hat. Über 2000 Menschen sterben, 15000 werden obdachlos.
1991, Haiti
Die CIA veranlasst einen Militaerputsch gegen den ersten demokratisch gewaehlten Praesidenten, Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militaerjunta stuerzt das Land in eine dreijaehrige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.
1991, Irak
Nach dem Ueberfall des Irak auf Kuwait bombardieren die USA mit einigen Verbuendeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. In den ersten Angriffen kommen 200.000 Menschen ums Leben. Die weiteren Bombardierungen und das darauf folgende Embargo haben zum Tod von moeglicherweise zwei Millionen Menschen gefuehrt.
1992/94, Somalia
US-Truppen, See- und Luftstreitkraefte stellen sich im Rahmen einer UN-Mission auf die Seite der ihnen genehmen Fraktion im Buergerkrieg. Der Einsatz endet in einem Fiasko.
1993/95, Bosnien
Im Rahmen von NATO-Aktionen bombardieren Kampfflugzeuge serbische Stellungen und sorgen für die Lufthoheit der bosnischen Sezessionisten.
1995, Kroatien
US-Kampfflugzeuge bombardieren zwecks Vorbereitung einer kroatischen Offensive serbische Flugplaetze.
1998, Sudan
Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas fuer Terroristen herstellt. Die USA erklaeren später, dass es sich um einen Irrtum gehandelt habe.
1999, Jugoslawien
Angefuehrt von den USA bombardiert die NATO Jugoslawien. Die 78 Tage waehrenden Bombardierungen, die dem Voelkerrecht und selbst dem NATO-Vertrag zuwiderlaufen, nennt die NATO eine "humanitaere Aktion", weil es darum gehe, die Menschenrechtsverletzungen des Milosevic-Regimes zu stoppen. Die NATO setzt Uranmunition und Splitterbomben ein. 2.000-4.000 Menschen werden getoetet, bis zu 6.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und Erdoelraffinerien werden weite Gebiete verseucht. Das Kosovo wird von Jugoslawien abgespalten und de facto zum NATO-Protektorat.
Viele Gruesse
Cathrin
Hallo, liebe Autorin,
vielleicht verstehst Du mehr von Vietnam als viele andere Deutsche. Aber was Du unter der Überschrift "Deutschland 1945" schreibst, ist der blanke Unsinn. Richtig ist lediglich, dass Mitglieder der Organisation Gehlen eine NS-Vergangenheit hatten im RSHA bzw. an Universitäten. Viele kannten sich untereinander, aber daraus zu schließen, dass sie eine NS-Vorgängerorganisation hatten, ist .... Unsinn ist hier eine gelinde Formulierung. Geschichtsfälschung wäre zutreffender.
Gerade weil die NS-Verbrechen wegen der Systematik und Rationalität des Völkermordes, des Versuches der "rassischen Neuordnung Europas" einmalig waren, sollte man als Deutsche mit solchen Kontiniutätsbehauptungen sehr vorsichtig sein. Ohne tiefe Sachkenntnis, die Du nicht hast, empfehle ich Dir, die Finger davon zu lassen.
Vielleicht lässt Du Dir aus Deutschland mal einschlägige Fachbücher zur Geschichte des Dritten Reiches schicken, um Deine Sachkenntnis zu verbessern. Bis dahin empfehle ich Dir dringend, das gebietet der Anstand gegenüber den Opfern sowie gegenüber einem Land, das auf der Seite der Alliierten gekämpft hat und dabei Verluste hingenommen hat (andere Völker hatten größere Verluste, ich weiß), zu solchen Themen zu schweigen. Zumindest im Internet, wo alles öffentlich ist.