Kim Il Sung

Bevor ich morgen mit meinem Reisebericht ueber Nordkorea beginne, moechte ich euch eine Dokumentation vorstellen, die vor einiger Zeit auf Arte lief. Dabei handelt es sich nicht zufaellig um eine franzoesische Produktion. Mein ganz persoenlicher Eindruck ist, dass andernorts ein viel ausgewogenerer Journalismus betrieben wird als in Deutschland.

Die meisten deutschen Medien berichten ueber solche Themen immer noch im Stile des seit 20 Jahren beendeten Kalten Krieges. Beste Beispiele dafuer sind Fernsehjournalisten wie Robert Hetkaemper (ARD-Singapur) oder Johannes Hano (ZDF-Peking), die sich einzig und allein daran befleissigen, ueberholte Vorurteile und Klischees ueber alles, was auch nur den Anschein eines Roten Hauches besitzt, zu bedienen. Aehnliches gilt auch fuer die deutsche Presselandschaft, denkt man z.B. an die vielen antichinesischen Hetztiraden des Spiegel in den letzten Jahren.

Der Autor dieses Filmes geht einen konsequent anderen Weg. Er versucht, sich dem Land ueber seine Menschen zu naehern. Ein Versuch, der ziemlich gut gelungen ist, auch wenn natuerlich manche Aussagen eher fragwuerdig oder gar unglaubwuerdig erscheinen. Der Film spiegelt auch einen Teil der Eindruecke und Erfahrungen wider, die ich persoenlich auf unserer viel zu kurzen Reise nach Nordkorea gesammelt habe.

Viele Gruesse
Cathrin