Diese Geschichte finde ich sowas von unglaublich, da fehlen mir die Worte. Wie die TAZ heute berichtet, verweigert das niedersächische Innenministerium einer jungen Frau die Einbürgerung, weil sie sich in der Linkspartei engagiert!

Eines Tages fragte sie beim Regionspräsidenten in Hannover nach. Die Antwort lautete, das von dem CDU-Hardliner Uwe Schünemann geführte Innenministerium habe Vorbehalte gegen ihre Einbürgerung, genauer der niedersächsische Verfassungsschutz. Man zweifle an ihrer Verfassungstreue.

Später bekam sie es schriftlich. Der Verfassungsschutz listete in einem umfänglichen Papier viel Allgemeines über die Linkspartei auf. So sei der "demokratische Sozialismus", den die Partei anstrebe, "nur scheinbar mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar". Auch die "Wirtschaftsdemokratie", die nichts anderes als die "Entprivatisierung bestimmter Wirtschaftsbereiche" sei, deutet der Verfassungsschutz als klares Zeichen, dass SED und Linkspartei im Grunde das Gleiche seien.

Hier ist der Link zum SkandaL. Zu links, um deutsch zu sein

Sehr geehrte Damen und Herren vom Verfassungsschutz!

Hiermit gebe ich erneut öffentlich bekannt, dass ich seit Mai 2003 Mitglied der Partei DIE LINKE bin. Auch wenn meine Mitgliedschaft seit Juni 2005 ruht, da ich nicht mehr in Deutschland lebe, identifiziere ich mich doch zu fast 100 Prozent mit den Vorstellungen und Zielen dieser Partei. Aus meiner Geburtsurkande geht ausserdem hervor, dass ich sowieso nur eine halbe Deutsche bin. Wann kann ich also endlich mit meiner Ausbürgerung rechnen?

Viele Grüsse
Cathrin Karras (Hoàng Thị Tuyết)