Bevor ich wieder anfange, meine Leser mit sehr langen Texten zu quaelen, als eine Art Prolog einige Bilder mit den vielen Hoehepunkten der vierwoechigen Reise. Ich habe mehr als 1.000 Fotos gemacht und diese kleine Auswahl ist mir nicht leicht gefallen.
Die Reise begann mit zwei Tagen in Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan. In der Hoffnung, diesmal ein bischen mehr von den Tieren zu sehen, besuchte ich noch einmal die Panda-Zuchtstation. Und tatsaechlich war wesentlich mehr Action zu erleben als vor drei Jahren. Ein weiterer Ausflug fuehrte mich zum Berg Qingcheng Shan. Das ist der Geburtsort des Daoismus.


Es folge die zweitaegige Fahrt mit der Tibetbahn nach Lhasa. Unterwegs konnte man die grandiose Landschaft des tibetischen Hochplateaus bewundern. Der Zug fuhr bis auf eine Hoehe von mehr als 5.000 Metern.


Die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet bietet viele Sehenswuerdigkeiten, ist aber leider zu einem grossen Teil schon sehr chinesisch gepraegt.




Ganz in der Naehe von Lhasa, gut mit einem gemieteten Fahrrad zu erreichen, befinden sich die Kloester Sera und Drepung.


Der heilige See Nam Tso liegt etwa 150km noerdlich von Lhasa. Die kleinen schneebedeckten "Huegel" am anderen Ufer sind uebrigens alles Sechs- oder Siebentausender. Der See selbst liegt auf einer Hoehe von 4.718 Metern.


Dann wurde es richtig anstrengend. Das viertaegige Trekking vom Kloster Ganden zum Kloster Samye quer durch eine fast unberuehrte Bergwelt fuehrte am zweiten Tag ueber den Shuga La-Pass bis auf eine Hoehe von 5.240 Metern. Da braucht man dann schon mal fuer wenige Hundert Meter fast eine Stunde.


Auf dem Trekk habe ich mich mit einem Paerchen aus Indien angefreundet und wir beschlossen, den Weg nach Kathmandu gemeinsam zurueckzulegen und so Kosten fuer das Auto zu sparen. Die erste Etappe fuehrte bis in die Stadt Gyantse. Auf dem Weg dorthin passierten wir den heiligen See Yamdok Yutsho und ein paar Kilometer weiter den Kharola-Gletscher.


Die Sehenswuerdigkeiten von Gyantse sind der Dzong (eine alte Festung) und das Kloster Pelkhor Chode.


Naechste Station der Fahrt war Shigatse. Dort befindet sich das Kloster Tashilhunpo, der Sitz des Panchen-Lama.


Etwa 150km hinter Shigatse liegt das bekannte Kloster Sakya, eine der kulturhistorisch wertvollsten Sehenswuerdigkeiten Tibets.


Zu einem ganz besonderen Hoehepunkt wurde der Abstecher zum Mount Everest Base Camp. Wir hatten unwahrscheinliches Glueck mit dem Wetter. Die Uebernachtung in einem Zelt auf 5.200 Meter Hoehe ist aber sicher nicht jedermans Sache. Es war einfach nur saukalt und ich habe kaum geschlafen.


Den letzten Teil der Strecke ging es dann nur noch bergab. Die Strasse schien regelrecht vom Himmel zu fallen. Der chinesische Grenzort Zhangmu ist allerdings ein Platz, wo man nicht unbedingt laenger verweilen muss.


Nach dem Passieren der Grenze ging es dann mit einem Bus direkt bis in die nepalesische Haupstadt Kathmandu. Dort blieben mir dann noch 2 1/2 Tage, bevor ich meinen Flug nach Hause antrat.
Viele Gruesse
Cathrin