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Bevor wir morgen Nachmittag nach Siem Reap fliegen, noch ein kleiner Bericht ueber unseren Wochenendausflug. Den Nationalpark mit seinem Herzstueck, dem groessten natuerlichen Suesswassersee Vietnams, hatte ich vor einiger Zeit schon einmal vorgestellt: Vườn quốc gia Ba Bể - Der Nationalpark Ba Bể . Um Wiederholungen zu vermeiden, kann ich mich diesmal also kurz fassen.

Bac KanLandschaft auf dem Weg zum Nationalpark

Die rund 250 Kilometer lange Fahrt zum Nationalpark dauert mit dem Auto ungefaehr acht Stunden. Die Nationalstrasse Nr.3 fuehrt von Hanoi aus ziemlich genau nach Norden ueber Thái Nguyên und Bắc Kạn, beides Staedte, wo man ohne trifftigen Grund nicht unbedingt laenger verweilen muss. Uebernachtet haben wir in dem Dorf Pác Ngòi am suedlichen Ende des Sees. Dort wurde am Jahre 2007 ein Projekt fuer Oekotourismus ins Leben gerufen. Etwa 40 traditionelle Pfahlhaeuser der Nationalen Minderheit der Tày, die in dieser Region mehr als die Haelfte der Bevoelkerung ausmachen, stehen direkt an einem Berghang. Ein idealer Ort, um ein bischen zu entspannen. Die Unterkunft mitten in der Natur war einfach, aber sauber und ordentlich und sehr preiswert. In Pác Ngòi kann man auch die Spezialitaeten der regionalen Kueche wie gegrilltes Ziegenfleisch und frischen Fisch aus dem See geniessen und ein bische den Alltag und die Kultur der Tày kennenlernen.

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Der Sonnabend begann mit einer mehrstuendigen Bootsfahrt auf dem See und auf dem Nang-Fluss bei, ich formuliere es mal vorsichtig, nicht ganz optimalem Wetter und immer wieder Nieselregen. Dementsprechend wenig war auf dem See los und selbst mir war es zu kuehl zum Schwimmen. Neben der imposanten Kulisse der den See umgebenden bis zu 1.500 Meter hohen Berge war der Hoehepunkt dieser Fahrt die 300 Meter lange Puông-Hoehle, waehrend der ein Stueck dahinter befindliche Wasserfall Đầu Đẳng nicht so beeindrueckend war.

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Ba Be - Puong-Hoehle 01Ba Be - Puong-Hoehle 02

Am Nachmittag entschlossen wir uns trotz des schlechten Wetters zu einer Wanderung durch den reizvollen, uralten Wald, wo nach einer Legende frueher das Boese gewohnt haben soll, bis zur Hoehle Động Hua Mạ. Der Eingang der Hoehle liegt auf einem Gipfel etwa 350 Meter ueber dem Meeresspiegel. Es geht ziemlich steil nach unten, bevor man die eigentliche Hoehle erreicht. Sie ist etwa 700 Meter lang und 40 bis 50 Meter hoch. Sie enthaelt eine Menge spektakulaere Tropfsteine. Man kann seine Fantasie spielen lassen und immer wieder neue Formen entdecken. Wirklich toll. Ich danke meinem Stammleser Joerg (DLJHS) fuer den Tipp.

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Die Rueckfahrt am Sonntag wurde dann fuer mich ein ziemlicher Stress. Je naeher wir Hanoi kamen, umso voller wurden die Strassen. Wir gerieten dann auch tatsaechlich in den Sonntagnachmittagsstau. Ich mag es schon nicht, wenn ich mit meiner Honda in einen Stau gerate. Aber mit einem PKW ist man ja noch viel unbeweglicher. Doch schliesslich sind wir dann doch noch gut zu Hause angekommen.

Viele Gruesse
Cathrin

Morgen fliegen Lan, Misaki und ich nach Siem Reap, wo wir Sopheak treffen werden. Am Sonntag geht es dann leider schon wieder zurueck nach Hanoi, da Misaki bereits am Montag Abend nach Hause fliegen muss.

Wasserspiegel