Angkor Wat - April 2012

Es ist so gut wie unmoeglich, von Angkor Wat nicht fasziniert zu sein. Selbst meine Kusine Misaki, eigentlich zu jeder Zeit fuer eine freche Bemerkung gut, durchlebte mehrere Minuten der Sprachlosigkeit und liess die phantastische Kulisse der groessten Tempelanlage der Welt erst einmal auf sich wirken. Ganz aehnlich erging es mir im Sommer 2003, als ich zum ersten Mal nach Angkor kam.

Angkor - Touristen 01Angkor - Touristen 02

Angkor - Kinder 01Angkor - Kinder 02

Ich habe ja schon oft und sehr ausfuehrlich ueber Angkor geschrieben. Deshalb werde ich mich heute kurz fassen und nur ein kleines Fazit unserer drei Tage in Siem Reap ziehen. Es war sehr heiss, manchmal fast unertraeglich heiss. Deshalb hatte Sopheak in diesem Jahr fuer uns in einem etwas besseren Hotel ein Zimmer mit Klimaanlage reserviert, was eine gute Entscheidung war. Die Stadt war voll von Touristen. So voll, wie ich es eigentlich noch nie erlebt habe. Das lag sicher an den Feiertagen, aber vor allem auch an den 30.000 bis 40.000 Thailaendern, die ihrem ehemaligen Ministerpraesidenten Thaksin zujubelten. Natuerlich wimmelte es auch ueberall an den Tempelanlagen vor Touristen. Am Eingangstor von Angkor Thom kam es sogar zu einem kleinen Verkehrsstau. Auch das hatte ich zuvor in Angkor noch nie erlebt.

Angkor Thom - Stau 01Angkor Thom - Stau 02

Angkor - Touristen 03Angkor - Touristen 04

Am Sonntag Vormittag, als wir die Familie von Sopheak besuchten, stellte sich bei Misaki wieder eine Art Sprachlosigkeit ein. Die sehr bescheidenen Wohnverhaeltnisse der Menschen am Tonle Sap haben sie doch ziemlich schockiert. So etwas kannte sie bis dahin weder aus Europa noch aus Japan. Ich bin vor ein paar Tagen mit dem Vorwurf konfrontiert worden, warum ein Maedchen in Misakis Alter nun unbedingt schon allein durch die Welt jetten muss. Gerade solche Erfahrungen halte ich aber besonders fuer junge Menschen fuer sehr wichtig. Misaki ist in den drei Wochen zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig bewusst geworden, wie gut es ihr doch eigentlich geht. Nach so einer Reise ist im Leben oft nichts mehr so, wie es vorher war. Das habe ich vor nunmehr ueber 10 Jahren selbst erlebt.

Viele Gruesse
Cathrin

Kinder im schwimmenden Dorf